Alveolina ellipsoidalis

Alveolina ellipsoidalis

Lebewesen · Tubothalamea

Alveolina ellipsoidalis

Quellenzeitraum (keine Art-Lebensdauer) · ≈ 56–33,9 Ma

Erschlossene Lebendrekonstruktion

Alveolina ellipsoidalis

Überblick

In einer kleinen, reiskornähnlichen Schale lebte nur eine einzige Zelle. Alveolina ellipsoidalis gehört zu den einzelligen Foraminiferen. Trotz ihrer geringen Größe spielen sie eine große Rolle beim Lesen früherer Meeresumwelten und des Alters von Gesteinsschichten.[1][4]

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Wichtige Fakten

Wie lässt sich erkennen, ob weit voneinander entfernte Gesteine gleich alt sind? Forschende vergleichen die darin enthaltenen Foraminiferenarten. Verschiedene Alveolina-Arten dienen wie kleine Uhren zur zeitlichen Abstimmung mariner Schichten.[1][2][4]

Zeit und Ort

Bekannt ist die Art aus warmen Meeren des frühen Eozäns, ungefähr vor 56–48 Millionen Jahren. Untersucht wurden Exemplare aus der Region Isparta in der heutigen Türkei und aus der Trentinara-Formation im südlichen Apennin Italiens. Kalksteine auf heutigem Festland erschließen frühere Meere.[1][2][5]

Der Zeitraum beschreibt den Quellenkontext, nicht die gesamte Existenzdauer dieser Art.

Größe, Gestalt und Skelett

Die Schale ist elliptisch, ihre Enden sind gerundet oder leicht zugespitzt. In der Isparta-Studie dienten fünf Schalenexemplare zur Beschreibung dieser Art. Äußerer Umriss und im Schnitt sichtbare Innenstruktur gemeinsam erschließen Unterschiede zwischen kleinen Fossilien.[1][2][3]

Alveolina ellipsoidalis ist eine Foraminifere mit kleiner elliptischer Schale. Ein untersuchtes Exemplar aus der italienischen Trentinara-Formation wurde mit etwa 3,6 mm Länge der Hauptachse und 2,6 mm Querdurchmesser beschrieben.[15]

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Lebensraum und Fortpflanzung

Die Fossilgemeinschaft von Isparta zeigt eine Umwelt von Lagunen bis zu relativ ruhigen flachen Meeresbereichen. Alveolina wird als bodennah lebende Foraminiferengruppe untersucht. Weniger auffällig als große Fische, bevölkerten auch solche kleinen Lebewesen die marinen Ökosysteme reichlich.[1][5]

Fossilfund

Nach einer Artbeschreibung von 1975 und einer italienischen Untersuchung behandelte die Isparta-Studie von 2021 Exemplare dieser Art. Schalen verschiedener Fundorte wurden anhand gemeinsamer Kriterien verglichen, um Verbreitung und Schichtenfolge zu ordnen. Kleine Unterschiede unter dem Mikroskop verbinden Regionen.[1][2][3]

Quellen

  1. Systematics, Biostratigraphy and Paleoenvironmental Investigation of Early Ypresian Alveolina Assemblages in the Northern Part of Isparta Angle · Bull. Min. Res. Exp. 164 (2021):183–229
  2. Alveolina horizons in the Trentinara Formation (Southern Apennines, Italy): Stratigraphic and paleogeographic implications
  3. 1975 — Alveolina ellipsoidalis, Mitteilungen der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und historische Geologie15:3–18
  4. ICZN — Palaeontology and Biostratigraphy
  5. The geographic, environmental and phylogenetic evolution of the Alveolinoidea
  6. 2020 — Distribution of Alveolina assemblages in the Ypresian successions from Iran and Turkey
  7. Systematics, Biostratigraphy and Paleoenvironmental Investigation of Early Ypresian Alveolina Assemblages in the Northern Part of Isparta Angle · Bull. Min. Res. Exp. 164 (2021):183–229
  8. ICZN — Palaeontology and Biostratigraphy
  9. Alveolina horizons in the Trentinara Formation (Southern Apennines, Italy): Stratigraphic and paleogeographic implications
  10. The geographic, environmental and phylogenetic evolution of the Alveolinoidea
  11. 1975 — Alveolina ellipsoidalis, Mitteilungen der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und historische Geologie15:3–18
  12. Özcan et al.2001 — Spätpaläozäne Foraminiferen aus dem Haymana–Polatlı-Becken
  13. Britischer Geologischer Dienst — Körperbau und Lebensweise der Foraminiferen
  14. Less et al.2007 — Frühe Evolution und stratigraphische Gliederung tethyaler Foraminiferen
  15. Vecchio et al. (2007) — Alveolina aus der Trentinara-Formation

Forschungsfragen

Dieselbe Art erscheint in manchen Regionen auch in etwas jüngeren Schichten. Deshalb werden neben einer einzelnen Art auch begleitende Foraminiferen und Gesteinsmerkmale berücksichtigt. Zeit aus kleinen Fossilien abzulesen bedeutet, Veränderungen von Lebewesen und Umwelt gemeinsam zu deuten.[1][2][6]

Beobachtung

Betrachten Sie den elliptischen Umriss und die dichte Innenstruktur der Schale gemeinsam.[1]

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Ergänzte Informationen

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