Aristonectes parvidens

Aristonectes parvidens

Lebewesen · Reptilien mit Vögeln

Aristonectes parvidens

Quellenzeitraum (keine Art-Lebensdauer) · ≈ 72–66 Ma

Erschlossene Lebendrekonstruktion

Aristonectes parvidens

Überblick

Aristonectes parvidens ist ein Plesiosaurier aus den Meeren am Ende der Kreidezeit. Die dicht entlang des Kiefers stehenden kleinen Zähne erregten besonderes Interesse. Auch langhalsige Meeresreptilien dürften ihre Nahrung nicht alle auf dieselbe Weise gefangen haben.[1][4]

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Wichtige Fakten

Muss nur der Kiefer länger werden, damit viele Zähne hineinpassen? Die Forschung richtete den Blick darauf, dass die Zahnfächer selbst kleiner und ihre Abstände enger wurden. Veränderungen vieler kleiner Strukturen ließen somit den gesamten Mund anders aussehen.[4]

Zeit und Ort

Die Art ist aus dem Maastrichtium am Ende der Kreidezeit vor etwa 72–66 Millionen Jahren bekannt. Wichtige Fossilien der Art stammen aus der heutigen Provinz Chubut in Argentinien. Sie erschließen die Vielfalt der Plesiosaurier in den Meeren Südamerikas.[1]

Der Zeitraum beschreibt den Quellenkontext, nicht die gesamte Existenzdauer dieser Art.

Größe, Gestalt und Skelett

Im Kiefer sind kleine Zahnfächer dicht angeordnet. An den Halswirbeln lässt sich die Veränderung ihrer relativen Breite untersuchen. Eine Studie von 2016 analysierte diese Merkmale gemeinsam, um Unterschiede von Kopf und Hals gegenüber anderen Elasmosauriern zu verstehen.[4]

Aristonectes parvidens war ein Plesiosaurier der südlichen Meere am Ende der Kreidezeit. Eine erneute Untersuchung des Typusexemplars aus dem heutigen Chubut in Argentinien verzeichnete eine Schädellänge von etwa 60 cm. Im großen Kopf sind dicht stehende Plätze für kleine Zähne erhalten, die eine andere Mundform als bei anderen Plesiosauriern zeigen.[5]

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Lebensraum und Fortpflanzung

Für welche Nahrung eigneten sich die vielen kleinen Zähne? Das Forschungsteam diskutierte Möglichkeiten, kleinere Fische oder Wirbellose zu nutzen oder mehrere Beutetiere gemeinsam zu fassen. Ein großer Körper im Meer bedeutet nicht immer, dass nur große Beute gefressen wird.[4]

Fossilfund

Die Studie von 2016 untersuchte das bereits bekannte Referenzexemplar erneut und ergänzte Informationen über Kiefer und Halswirbel. Weitere Skelettstudien der Gattung Aristonectes bilden ebenfalls einen Hintergrund für Körpervergleiche. Der Fall zeigt, wie neue Fragen an alte Exemplare weitere Entdeckungen ermöglichen.[4][2]

Quellen

  1. O’Gorman (2016), “New Insights on the Aristonectes parvidens Holotype: News on an Old Specimen,” Ameghiniana 53(4):397–417. DOI 10.5710/AMGH.24.11.2015.2921.
  2. Otero & O’Gorman (2013), “Identification of the first postcranial skeleton of Aristonectes Cabrera (Plesiosauroidea, Elasmosauridae) from the upper Maastrichtian of the south-eastern Pacific, based on a bivariate graphic analysis,” Cretaceous Research 41:86–89. DOI 10.1016/j.cretres.2012.11.001.
  3. Benson, Evans & Druckenmiller (2012) — High Diversity, Low Disparity and Small Body Size in Plesiosaurs
  4. O’Gorman2016 — New insights on the Aristonectes parvidens holotype
  5. O’Gorman (2016) — Neuuntersuchung des Typusexemplars von Aristonectes

Forschungsfragen

Wie gelangt man von vielen kleinen Zähnen zu einer Vorstellung des Beutefangs? Dabei sind die Länge der Zahnreihe, die Zahnabstände und die Beweglichkeit des Halses gemeinsam zu berücksichtigen. Dieses Tier wirft die Frage auf, wie vielfältig die Ernährungsstrategien der Plesiosaurier waren.[4]

Beobachtung

Betrachten Sie den verbreiterten Mund, die dichte Zahnreihe und den anschließenden Hals.[4]

Verwandte Organismen

Plesiosaurus dolichodeirusReptilien mit VögelnQuellenzeitraum (keine Art-Lebensdauer) · ≈ 201–143 Ma

Plesiosaurier aus Jura und Kreide im Vergleich

Betrachten Sie Plesiosaurus aus dem Jura und Aristonectes aus der Kreide nebeneinander. Ein Vergleich von Kopf, Gebiss und Halsform erschwert es, sich Plesiosaurier nur in einer einzigen festen Gestalt vorzustellen.

Ergänzte Informationen

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