
Lebewesen · Crocodylomorphen
Borealosuchus sternbergii
Quellenzeitraum (keine Art-Lebensdauer) · ≈ 72–63 Ma
Erschlossene Lebendrekonstruktion
Borealosuchus sternbergii
Überblick
Borealosuchus sternbergii ist ein Krokodilartiger, der Nordamerika am Ende der Kreide mit dem Paläozän verbindet. Schädel und einige Körperteile sind gemeinsam bekannt. Er begegnet uns beim Vergleich von Uferlandschaften vor und nach dem großen Dinosauriersterben.[1][2]
Illustration wird geladen…
Wichtige Fakten
In derselben Region und denselben Schichten wurde auch eine andere Borealosuchus-Art gefunden. Eine kanadische Studie von 2022 zeigte Fossilien von sternbergii und griffithi aus denselben Schichten. Wie teilten diese ähnlichen Krokodilverwandten Nahrung und Raum untereinander auf?[2]
Zeit und Ort
Dieser Krokodilverwandte vom Ende der Kreide bis ins Paläozän ist aus Schichten mit einem Altersbereich von ungefähr 72–63 Millionen Jahren bekannt. Das zuerst untersuchte Exemplar stammte aus dem heutigen Wyoming, USA. Frühpaläozänes Material aus Saskatchewan, Kanada, erweitert die Verbreitungsgeschichte.[1][2]
Der Zeitraum beschreibt den Quellenkontext, nicht die gesamte Existenzdauer dieser Art.
Größe, Gestalt und Skelett
Der Hinterkopf ist breit, die vordere Schnauze mäßig breit und gerundet. USNM6533 bewahrt unter anderem Kiefer, acht Wirbel und beide Oberarmknochen. Kopfumriss und tragende Körperknochen können gemeinsam verglichen werden.[1]
Illustration wird geladen…
Lebensraum und Fortpflanzung
Zwei Arten in denselben Schichten laden dazu ein, die Lebensweise von Krokodilverwandten neu zu betrachten. An einem Ufer konnten Tiere verschiedener Größe und Körpermerkmale jeweils eigene Bereiche nutzen. Forschende erschließen solche Beziehungen aus Fossilunterschieden und gemeinsam gefundenen Organismen.[2]
Fossilfund
Gilmore beschrieb das Exemplar 1910 als Leidyosuchus sternbergii. Spätere Klassifikationsänderungen führten zum Gattungsnamen Borealosuchus. Die neuen kanadischen Exemplare von 2022 ergänzten einen alten Namen um neue Orts- und Zeitinformationen.[1][2]
Quellen
- Gilmore (1910), “Leidyosuchus sternbergii, a new species of crocodile from the Ceratops beds of Wyoming,” Proceedings of the U.S. National Museum 38, no. 1762.
- Lindblad et al.2022 — The Northern Crocodile from Saskatchewan’s lower Ravenscrag Formation
- Gilmore (1910), “Leidyosuchus sternbergii, a new species of crocodile from the Ceratops beds of Wyoming,” Proceedings of the U.S. National Museum 38, no. 1762.
- Lindblad et al.2022 — The Northern Crocodile from Saskatchewan’s lower Ravenscrag Formation
- Buckley, G. A. & Brochu, C. A. (1999), “An enigmatic new crocodile from the Upper Cretaceous of Madagascar,” Special Papers in Palaeontology 60, pp. 149–175.
- Turner, A. H. & Buckley, G. A. (2008), “Mahajangasuchus insignis (Crocodyliformes: Mesoeucrocodylia) Cranial Anatomy and New Data on the Origin of the Eusuchian-Style Palate,” Journal of Vertebrate Paleontology 28(2), 382–408.
- Pochat-Cottilloux2025 — Non-semiaquatic adaptations of extinct crocodylomorphs
Forschungsfragen
Welche Krokodilverwandten überlebten ein großes Aussterben und breiteten sich danach aus? Der Vergleich alter US-Exemplare mit frühpaläozänen kanadischen Exemplaren verfolgt diese Frage. Auch das Zusammenleben zweier ähnlicher Arten liefert Hinweise auf die Neuordnung von Ökosystemen.[2]
Beobachtung
Lassen Sie den Blick von der gerundeten Schnauze zum verbreiterten Hinterkopf wandern.[1]
Verwandte Organismen
Verschiedene Gesichter alter Krokodilartiger
Betrachten Sie Köpfe und Kiefer von Borealosuchus und Mahajangasuchus im Zusammenhang. Materialien vom Ende der Kreide bis ins Paläozän aus dem heutigen Nordamerika und vom Ende der Kreide aus Madagaskar ermöglichen den Vergleich verschiedener Umrisse von Schnauze und vorderem Kiefer.