
Lebewesen · Gefäßpflanzen
Botryopteris forensis
Altersbereich der Fossilbelege · ≈ 359–299 Ma
Erschlossene Lebendrekonstruktion
Botryopteris forensis
Überblick
Botryopteris forensis wurde als kleiner Farn untersucht, der auf Baumstämmen wuchs. Rothwell rekonstruierte 1991 anhand zwischen Wurzeln verflochtener Sprosse und nach außen reichender Blattstiele eine Gestalt mit auf einem anderen Baum ausgebreiteten Blättern.[1]
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Wichtige Fakten
Die Rekonstruktion von 1991 zeigt kleine neue Pflanzen nahe den Basen von Blattstielen und großen Blattabschnitten. Betrachten Sie die komplexen Blätter nicht nur als großen Umriss, sondern suchen Sie auch die kleinen Stellen, an denen neue Pflanzen beginnen. Blatt- und Sprossbau führen so zur Erforschung der Vermehrung.[1]
Zeit und Ort
Die Fossilien dieser Untersuchung stammen aus dem Duquesne-Kohleflöz westlich von Steubenville im heutigen Ohio in den USA. Die Veröffentlichung stellte sie als spätpennsylvanische, also spätkarbonische Flora des Appalachenbeckens vor. Über Zeit und Ort dieses konkreten Materials lässt sich der kleine Farn kennenlernen.[1]
Der Zeitraum beschreibt den Quellenkontext, nicht die gesamte Existenzdauer dieser Art.
Größe, Gestalt und Skelett
Rekonstruiert wurden Blattstiele aus einer mehrfach verzweigten Basis mit komplexen, mehrfach gefiederten Blättern an ihren Enden. Die Blätter stehen nicht senkrecht auf, sondern breiten sich bogenförmig nahezu horizontal aus. Betrachten Sie den Gegensatz zwischen kleinen Sprossen und weit ausgebreiteten Blättern.[1]
Botryopteris forensis war ein Farn, der am Stamm des großen Baumfarns Psaronius wuchs. Die Rekonstruktionsstudie von 1991 deutete große Blätter als etwa 30–40 cm lang. Zwischen den mehrfach gegliederten Blättern wurden nach unten hängende sporenbildende Strukturen rekonstruiert.[4]
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Lebensraum und Fortpflanzung
Sprosse und Adventivwurzeln wurden verflochten im Wurzelmantel des Baumfarns Psaronius gefunden. Rothwell deutete diesen Zusammenhang als Hinweis auf eine epiphytische Lebensweise am Baumstamm. Die Rekonstruktion zeigte auch runde Fortpflanzungsorgane, die einige Blattabschnitte ersetzten und nach unten hingen.[1]
Fossilfund
In Kohlenbällen blieben pflanzliche Zellstrukturen mineralisch erhalten. Forschende untersuchten sie mit einer Abziehfilmtechnik, bei der Strukturen der Gesteinsoberfläche auf dünne Celluloseacetatfilme übertragen werden. Gesteinsstücke, Abziehfilme und Objektträger mit den Nummern OUPH9518–9527 wurden als paläobotanisches Material der Ohio University vorgestellt.[1]
Quellen
Forschungsfragen
Es gibt auch Untersuchungen, die Fossilien mit ähnlichen Sprossen und Blättern anhand feiner Sporenoberflächenstrukturen in andere Arten trennten. Rothwell behandelte das Duquesne-Material ohne erhaltene Sporen als Botryopteris forensis. Interessant ist, wie das Muster kleiner Sporen mit dem Namen einer ganzen Pflanze zusammenhängt.[1]
Beobachtung
Die Darstellung konzentriert sich auf Grundlage von Rothwells Autorenrekonstruktion von 1991 auf die oberirdischen Teile des kleinen Farns. Komplexe Blattverzweigungen wurden zur besseren Lesbarkeit vereinfacht. Die Stellen, an denen runde Fortpflanzungsorgane am Blatt hingen, wurden als aus der Fossilform erschlossene Anordnung dargestellt.[1]
Verwandte Organismen
Unterschiedliche Hinweise auf karbonische Pflanzen
Sphenopteris aus Alabama wurde aus der Pottsville-Formation des frühen Pennsylvaniums untersucht, Botryopteris aus Ohio aus dem späteren Duquesne-Kohleflöz. Der Vergleich fiederig geteilter Blattstücke mit zwischen Wurzeln verflochtenen Sprossen zeigt, wie sich Forschungsfragen je nach erhaltenem Pflanzenteil unterscheiden.