Chimerarachne yingi

Chimerarachne yingi

Lebewesen · Gliederfüßer

Chimerarachne yingi

Quellenzeitraum (keine Art-Lebensdauer) · ≈ 143–66 Ma

Erschlossene Lebendrekonstruktion

Chimerarachne yingi

Überblick

Chimerarachne yingi ist ein den Spinnen nahestehendes Spinnentier mit langem Schwanz. Auffällig ist die besondere Kombination aus vier Paar Laufbeinen, Seiden produzierenden Organen und einem Schwanz. Neben vertrauten Spinnen werden die Körperunterschiede deutlich.[1]

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Wichtige Fakten

Hinter den acht Laufbeinen setzt sich ein langer Schwanz fort. Er trägt ringartige Glieder; zusätzlich zu den Laufbeinen werden männliche Palpen beschrieben. Wer die verschiedenen Anhänge einzeln unterscheidet, beginnt den zunächst komplex wirkenden Körper zu lesen.[1]

Zeit und Ort

Beschrieben wurde das Fossil aus Bernstein des Hukawng-Tals im heutigen Kachin-Staat in Myanmar. Die Untersuchung von 2018 stellte es als Material der mittleren Kreide von vor etwa 100 Millionen Jahren vor. Ein Körper in kleinem Bernstein erschließt den Bau eines alten spinnenähnlichen Tieres.[1][2]

Der Zeitraum beschreibt den Quellenkontext, nicht die gesamte Existenzdauer dieser Art.

Größe, Gestalt und Skelett

Vorder- und Hinterkörper sind schmal miteinander verbunden; am Hinterleib werden Segmente und unterseitige Seiden produzierende Organe beschrieben. Hinten schließt ein langer Schwanz mit ringartigen Gliedern an. Vier Paar Laufbeine lassen sich von gesonderten Palpen unterscheiden.[1]

Das Museum für Naturkunde Berlin gibt für dieses kleine Spinnentier eine Körperlänge von etwa 2,5 mm an. Der nach hinten reichende peitschenartige Schwanz war länger als der Körper.[3]

Die Museumserläuterung nennt eine Schwanzlänge von etwa 3 mm. Körper- und Schwanzlänge getrennt zu betrachten macht die besonderen Proportionen deutlich.[3]

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Lebensraum und Fortpflanzung

Die Seiden produzierenden Organe unter dem Hinterleib sind ein wichtiges Vergleichsmerkmal mit Spinnen. Da auch langer Schwanz und gegliederter Hinterleib erhalten sind, lässt sich die Kombination unterschiedlicher Körperbereiche betrachten. Das Tier wirft Fragen danach auf, wie die Merkmale vertrauter Spinnenkörper entstanden.[1]

Fossilfund

Die Untersuchung von 2018 beschrieb dieses Tier anhand der männlichen Exemplare NIGP166870 und NIGP166871. Der am Typusexemplar nicht bis zur Spitze erhaltene Schwanz ließ sich mit dem vollständigen Schwanz eines anderen Exemplars vergleichen. Zwei Fossilien erschlossen so unterschiedliche Körperbereiche.[1]

Quellen

  1. Wang et al. (2018) — Langschwänzige Chimerarachne
  2. Internationale Kommission für Stratigraphie (2024) — Geologische Zeittafel
  3. Museum für Naturkunde Berlin (2017–2018) — Das geschwänzte Spinnentier Chimerarachne
  4. Dunlop (1999) — Neubeschreibung von Plesiosiro
  5. Selden·Dunlop (1998) — Morphologie und Verwandtschaft fossiler Spinnen

Forschungsfragen

Wie untersucht man Verwandtschaft, wenn ein spinnenähnlicher Körper zugleich einen langen Schwanz trägt? Laufbeine, Palpen, Seiden produzierende Organe und Hinterleibssegmente werden gemeinsam verglichen. Das zeigt, warum in der Evolutionsforschung Kombinationen mehrerer Strukturen wichtiger sind als ein einzelnes Körpermerkmal.[1]

Beobachtung

Bestimmen Sie die vier Paar Laufbeine und suchen Sie dann gesondert die Palpen nahe dem Kopf und den langen Schwanz hinter dem Körper. Denken Sie auch an die Seiden produzierenden Organe unter dem Hinterleib, um die besondere Körperkombination deutlicher zu erkennen.[1]

Verwandte Organismen

Plesiosiro madeleyiGliederfüßerAltersbereich der Fossilbelege · ≈ 317–315 Ma

Unterschiedliche Körper innerhalb der Spinnentiere

Betrachten Sie Körper und Lebenshintergrund von Chimerarachne yingi und Plesiosiro madeleyi gemeinsam. Chimerarachne yingi: Chimerarachne yingi ist ein den Spinnen nahestehendes Spinnentier mit langem Schwanz. Auffällig ist die besondere Kombination aus vier Paar Laufbeinen, Seiden produzierenden Organen und einem Schwanz. Plesiosiro madeleyi: Plesiosiro madeleyi ist ein kleines Spinnentier aus dem Karbon. Vorder- und Hinterkörper sind breit miteinander verbunden, die Beinenden in mehrere Teile gegliedert.

Ergänzte Informationen

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