
Lebewesen · Primaten
Darwinius masillae
Quellenzeitraum (keine Art-Lebensdauer) · ≈ 56–33,9 Ma
Erschlossene Lebendrekonstruktion
Darwinius masillae
Überblick
Darwinius masillae ist ein eozäner Primat, der Skelett und Fellumriss gemeinsam bewahrt. Hände, Füße und langer Schwanz eines Jungtiers erinnern an das Leben im alten Wald. Viele Teile eines kleinen Körpers lassen sich gemeinsam betrachten.[1]
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Wichtige Fakten
Greifen mit Händen und Füßen ist etwas anderes als Umklammern mit dem Schwanz. Darwinius besaß zum Greifen geeignete Hände und Füße, aber keinen zum Umfassen von Gegenständen geformten Greifschwanz. Das zeigt unterschiedliche Möglichkeiten des Baumlebens.[1]
Zeit und Ort
Die Art ist aus Messel im mittleren Eozän vor etwa 47 Millionen Jahren bekannt. Es handelt sich um alte Seeschichten nahe dem heutigen Frankfurt in Deutschland. In Wäldern eines warmen Klimas lebten vielfältige Vögel und Säugetiere.[1]
Der Zeitraum beschreibt den Quellenkontext, nicht die gesamte Existenzdauer dieser Art.
Größe, Gestalt und Skelett
Das bekannte jugendliche Skelett wurde einschließlich Schwanz mit etwa 58 cm Länge angegeben. Kopf und Rumpf ohne Schwanz messen im Skelett ungefähr 24 cm. Kurze Schnauze, greifgeeignete Hände und Füße sowie langer Schwanz können gemeinsam verglichen werden.[1]
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Lebensraum und Fortpflanzung
Die Körperform wird mit vierfüßiger Fortbewegung in Bäumen verbunden. Hände und Füße wurden als Strukturen zum Festhalten an Ästen und Tragen des Körpers untersucht. Der Vergleich mit verschiedenen Primatenverwandten des Waldes erschließt Fortbewegungsweisen.[1]
Fossilfund
Die Studie von 2009 stellte Skelett und Fellumriss eines nahezu vollständigen jungen Primaten vor. Das Fossil eines Individuums blieb auf zwei zueinander passenden Gesteinsplatten verteilt. Viele gemeinsam sichtbare Körperregionen machten es zum Material für Wachstum und Verwandtschaft.[1]
Quellen
Forschungsfragen
Ist ein Tier bei äußerer Ähnlichkeit mit Menschen oder Affen gleich ein naher Vorfahr? Eine andere phylogenetische Studie von 2009 analysierte Darwinius als Adapiformen in Verbindung mit lemurenseitigen Verwandten. Auch die Möglichkeit unabhängig entstandener ähnlicher Merkmale wurde dabei geprüft.[2]
Beobachtung
Betrachten Sie Hände und Füße, dann langen Schwanz und Fellumriss. Stellen Sie sich vor, wie greifende Hände und Füße und ein nicht greifender Schwanz an einem Körper zusammenwirkten.[1]
Verwandte Organismen
Vögel und Primaten im Wald von Messel
Darwinius und die fossile Eule Palaeoglaux sind aus eozänen Schichten von Messel in Deutschland bekannt. Ein baumnutzendes Säugetier und ein Vogel erschließen gemeinsam die Vielfalt alter Wälder um den See.