
Lebewesen · Samenpflanzen
Ginkgo adiantoides
Quellenzeitraum (keine Art-Lebensdauer) · ≈ 56–23 Ma
Erschlossene Lebendrekonstruktion
Ginkgo adiantoides
Überblick
Ginkgo adiantoides ist ein Ginkgo-Verwandter, der durch fächerförmige fossile Blätter bekannt ist. Verglichen werden gabelig verzweigte Adern und unterschiedliche Blattränder. Die große Ähnlichkeit mit heutigen Ginkgoblättern lädt dazu ein, frühere und heutige Blätter nebeneinander zu betrachten.[1][2][3]
Illustration wird geladen…
Wichtige Fakten
Die Blätter ähneln vertrauten Ginkgoblättern so stark, dass diskutiert wurde, ob sie derselben Art angehören. Einige Forschende vertraten die Auffassung, fossile Blätter und heutigen Ginkgo als dieselbe Art zu behandeln. Das wirft die Frage auf, wie weit ähnliche Blätter unter einem Namen zusammengefasst werden sollten.[1]
Zeit und Ort
UCM40801 wird als fossiles Blatt aus der Kuchin-Formation im heutigen Sibirien vorgestellt. Die Formation wird dem späten Eozän oder frühen Oligozän vor etwa 35–30 Millionen Jahren zugeordnet. Das Blatt dient dem Vergleich känozoischer Ginkgoformen.[1]
Der Zeitraum beschreibt den Quellenkontext, nicht die gesamte Existenzdauer dieser Art.
Größe, Gestalt und Skelett
Das Blatt ist fächerförmig; seine Adern gabeln sich und verlaufen in einem offenen Muster. Beschrieben werden auch Varianten mit ungeteiltem oder nur schwach gelapptem Rand. Gesamtumriss und kleine Gabelungen der Blattadern lassen sich getrennt betrachten.[2][3]
Bei zwei untersuchten Blättern aus dem österreichischen Lavanttal-Becken betrug die Blattspreitenlänge 35–46 mm. Gemeint ist der fächerförmige Teil ohne Blattstiel.[4]
Illustration wird geladen…
Lebensraum und Fortpflanzung
Blattform und Epidermis ermöglichen Untersuchungen des Organbaus fossiler Pflanzen. Vergleiche des sibirischen Exemplars mit ginkgoartigen Blättern anderer Regionen wurden fortgeführt. Ein einzelnes kleines Blatt dient zur Erforschung früherer Pflanzenvielfalt.[1][2]
Fossilfund
Das sibirische UCM40801 wird im Museum als Blatt vorgestellt, das dem heutigen Ginkgo ähnelt. Andere Untersuchungen verglichen Adern, Blattränder und Epidermisstrukturen. Blattmaterial verschiedener Regionen verbindet sich so zur Erforschung der Ginkgoformen.[1][2]
Quellen
- Fossile Ginkgoblätter aus Sibirien
- Studie zu Blättern und Kutikulen känozoischer Ginkgoales des Mittelmeerraums
- Fossilflora von Falkland — Ginkgoartige Blätter
- Meller et al. — Ginkgo-adiantoides-Fossilien aus dem Lavanttaler Becken
- Wolfe & Wehr (1987) — USGS Bulletin 1597 · Artbeschreibung von Macginitiea gracilis
- Burke Museum — Republic Macginitiea gracilis leaf
Forschungsfragen
Gehören ähnliche Blätter alle derselben Art an? Fossilien und heutige Arten werden anhand von Blattteilung, Adern und Epidermis gemeinsam verglichen. So lässt sich überlegen, welche Merkmale wichtig sind, wenn man frühere Blätter mit heutigen Bäumen verbindet.[1][2][3]
Beobachtung
Betrachten Sie zuerst den gesamten Fächerumriss und folgen Sie dann den Gabelungsstellen der Blattadern. Achten Sie zuletzt auf die Teilung des Blattrandes, um Unterschiede innerhalb ginkgoartiger Blätter zu erkennen.[2][3]
Verwandte Organismen
Unterschiedliche Körper innerhalb der Pflanzen
Betrachten Sie ginkgoartige Blätter gemeinsam mit Macginitiea gracilis. Ginkgoartige Blätter: Ginkgo adiantoides ist ein Ginkgo-Verwandter, der durch fächerförmige fossile Blätter bekannt ist. Macginitiea gracilis: Sie ist eine frühere Pflanze mit Blättern, die sich handförmig in fünf Lappen auffächern.