
Lebewesen · Plazentatiere
Gomphos elkema
Quellenzeitraum (keine Art-Lebensdauer) · ≈ 59–48 Ma
Erschlossene Lebendrekonstruktion
Gomphos elkema
Überblick
Es ist ein alter Verwandter, der einem Kaninchen ähnelt, aber nicht genau wie heutige Kaninchen war. Gomphos elkema vereint lange Hinterfüße, einen ungewohnten Schwanz und alte Zahnmerkmale in einem Säugetierkörper. Es ist spannend, Vertrautes und Fremdes gemeinsam zu betrachten.[3]
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Wichtige Fakten
Die Hinterfüße werden als mehr als doppelt so lang wie die Vorderfüße beschrieben. Diese Proportion erinnert an das Springen von Kaninchen. Der Schwanz unterschied sich jedoch vom kurzen Schwanz heutiger Kaninchen, und die Backenzähne besaßen Wurzeln und deutliche Höcker.[3]
Zeit und Ort
Das Tier eröffnet einen Blick auf die alten Ökosysteme Asiens am Übergang vom Paläozän zum Eozän vor ungefähr 55 Millionen Jahren. Fossilien aus Tsagan Khushu in der Mongolei und Nachweise aus dem Erlian-Becken in der Inneren Mongolei Chinas wurden jeweils untersucht. Ein Vergleich der Fossilien aus diesen beiden asiatischen Regionen erweitert den Blick auf die Fundgebiete dieses Tieres.[1][2][3]
Der Zeitraum beschreibt den Quellenkontext, nicht die gesamte Existenzdauer dieser Art.
Größe, Gestalt und Skelett
Hinterbeine und Hinterfüße waren länger als die Vordergliedmaßen, und ein Schwanz setzte den Körper fort. Kiefer und Backenzähne bewahren Merkmale, die sich von heutigen Kaninchen unterscheiden. An den Beinen lassen sich vertraute Bewegungen erkennen, an den Zähnen Merkmale einer alten Entwicklungslinie.[3]
Die Gruppe Gomphos, zu der diese Art gehört, wird als vergleichsweise großer früher Kaninchenverwandter mit einer Körpermasse von ungefähr 2 kg vorgestellt. Dies ist eine grobe Größenangabe für die gesamte Gattung aus Kongressarbeiten von 2015 und 2019, keine Messung aller Individuen der Art elkema.[9]
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Lebensraum und Fortpflanzung
Die langen Hinterbeine und Hinterfüße wurden als für springende Fortbewegung geeigneter Bau interpretiert. Längenunterschiede, die durch die einzelnen Zehenglieder entstehen, verändern die Bewegung des ganzen Körpers. Gomphos zeigt, dass Kaninchenverwandte schon früh eine kaninchenartige Fortbewegungsweise besaßen.[3]
Fossilfund
Die mongolischen Fossilien wurden auf einer gemeinsamen Expedition des American Museum of Natural History und der Mongolischen Akademie der Wissenschaften gesammelt. 2004 wurde Material aus dem Erlian-Becken veröffentlicht, 2005 eine Studie zur Verwandtschaft von Kaninchen und Nagetieren. Vergleiche im Gelände und im Labor machten die Bedeutung dieses kleinen Tieres sichtbar.[1][2][3]
Quellen
- Meng et al. (2004), “Gomphos elkema (Glires, Mammalia) from the Erlian Basin,” American Museum Novitates 3425:1–24.
- Asher et al. (2005), “Stem Lagomorpha and the Antiquity of Glires,” Science 307:1091–1094.
- American Museum of Natural History, “Rabbit Fossil: Mammal Evolution Amid Dinosaur Extinction.”
- Meng et al. (2004), “Gomphos elkema (Glires, Mammalia) from the Erlian Basin,” American Museum Novitates 3425:1–24.
- Asher et al. (2005), “Stem Lagomorpha and the Antiquity of Glires,” Science 307:1091–1094.
- American Museum of Natural History, “Rabbit Fossil: Mammal Evolution Amid Dinosaur Extinction.”
- Ding (1979) · A new edentate from the Paleocene of Guandong · Vertebrata PalAsiatica 17:57–64
- Society of Vertebrate Paleontology — Fossil skeleton of an ancient digging mammal
- Nordamerikanischer Paläontologenkongress 2019 — Fußknochen von Gomphos und frühe Verwandte von Nagetieren und Kaninchen
Forschungsfragen
Wie nah sind Kaninchen und Nagetiere miteinander verwandt? Die kaninchenartigen Beine und alten Kiefermerkmale von Gomphos liefern Material, um die frühen Beziehungen der beiden Gruppen zu untersuchen. Sie zeigen auch, warum sich ein evolutionärer Stammbaum nur schwer anhand eines einzelnen Merkmals zeichnen lässt.[2][3]
Beobachtung
Vergleichen Sie die Länge von Vorder- und Hinterfüßen und betrachten Sie danach Schwanz und Kopf.[3]
Verwandte Organismen
Alte Säugetiernachweise aus der Mongolei und China
Gomphos und Ernanodon zeigen unterschiedliche Nachweise aus Asien etwa zur Zeit des Paläozäns und Eozäns. Verbinden Sie Zahn- und Skelettfunde aus der heutigen Mongolei und China und betrachten Sie jeweils die Hinweise auf einen Körper mit langen Hinterfüßen und einen zum Graben geeigneten Körper.