
Lebewesen · Landpflanzen
Lepidodendron aculeatum
Altersbereich der Fossilbelege · ≈ 330–299 Ma
Erschlossene Lebendrekonstruktion
Lepidodendron aculeatum
Überblick
Lepidodendron aculeatum ist ein fossiles Bärlappgewächs, das längliche Rautenmuster auf dem Stamm hinterließ. Die Muster sind keine Schuppen, sondern Stellen ehemaliger Blätter. Kleine Spuren auf der Stammoberfläche erschließen eine große Pflanze karbonischer Wälder.[1][4]
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Wichtige Fakten
Folgt man den diamantartigen Mustern, wird die Reihenfolge der Blätter sichtbar. Die Blattpolster umlaufen den Stamm spiralförmig. Innerhalb der Muster lassen sich auch kleine Strukturen unterscheiden, etwa die obere Blattnarbe und ein Paar Spuren darunter.[1]
Zeit und Ort
Die Pflanze wird dem späten Karbon vor etwa 300 Millionen Jahren zugeordnet. Auch eine Studie über Kohlenflözwälder bei Socorro verglich Stämme und zugehöriges Pflanzenmaterial. Fossilien verschiedener Organe erschließen die Pflanzen alter Wälder.[1][5]
Der Zeitraum beschreibt den Quellenkontext, nicht die gesamte Existenzdauer dieser Art.
Größe, Gestalt und Skelett
Längliche rautenförmige Blattpolster und ihre spiralige Anordnung kennzeichnen den Stamm dieser Art. Eine andere Studie berichtete von einem etwa 6 m lang erhaltenen Stammabschnitt mit ansitzenden Blättern. Das ist die Länge des bewahrten Abschnitts; die Gestalt großer Lepidodendron-Bäume wird durch den Vergleich verschiedener Organe erklärt.[1][2][4]
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Lebensraum und Fortpflanzung
Lepidodendron-Pflanzen waren große Bärlappgewächse, die sich mit zapfenförmigen sporentragenden Organen fortpflanzten. Der gemeinsame Vergleich von Blättern, Stämmen, Wurzeln und Fortpflanzungsorganen erschließt karbonische Pflanzenkörper. Bemerkenswert ist, dass große Körper in einer anderen Abstammungslinie als der heutiger großer Bäume entstanden.[4]
Fossilfund
Werden Organe wie Stämme, Blätter und Wurzeln getrennt fossil gefunden, können sie unter verschiedenen Namen erfasst werden. Ein Stamm mit ansitzenden Blättern liefert konkrete Hinweise, um solche Organe zu verbinden. Aus mehreren Teilen wird so der Körper einer alten Pflanze erschlossen.[2][4]
Quellen
- Studie zu Lepidodendron-Stämmen eines Waldes im Kohleflöz von Socorro
- Lepidodendron aculeatum mit ansitzenden Blättern
- Nationales Naturhistorisches Museum Paris — Wälder und Gliederfüßer des Karbons
- Sam Noble Museum Fossil Lycophytes
- Senckenberg — Fossilien von Lepidodendron aculeatum
- Dilcher·Lott·Axsmith — Pflanzenfossilien aus dem Kohlebergwerk Union Chapel in Alabama
- Studie zu Lepidodendron-Stämmen eines Waldes im Kohleflöz von Socorro
- Sam Noble Museum — Fossile Bärlapppflanzen und Lepidodendron
- Senckenberg — Fossilien von Lepidodendron aculeatum
- Lepidodendron aculeatum mit ansitzenden Blättern
Forschungsfragen
Wie lassen sich getrennt gefundene Blätter und Stämme einer Pflanze zuordnen? Verglichen werden Exemplare mit ansitzenden Blättern, Formen der Blattpolster und gemeinsam gefundene Organe. Den Namen eines einzelnen Organs mit der gesamten Pflanze zu verbinden ist eine wichtige Frage der Paläobotanik.[1][2][4]
Beobachtung
Betrachten Sie ein rautenförmiges Blattpolster auf der Stammoberfläche und folgen Sie dann den spiraligen Reihen. Entdecken Sie, wie sich im Eindruck eines großen Baumes kleine Spuren ehemaliger Blattansätze wiederholen.[1]
Verwandte Organismen
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