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Leptobos falconeri
Altersbereich der Fossilbelege · ≈ 3,6–2,58 Ma
Erschlossene Lebendrekonstruktion
Leptobos falconeri
Überblick
Leptobos falconeri ist ein früher Vertreter der Rinderartigen, der durch Fossilien aus den Siwaliks bekannt ist. Forschende stellten ihn als großes Rind mit schlankem, leicht wirkendem Körper vor. Unterschiede an Schädel und Hornbasen liefern wichtige Hinweise auf seine Identität.[2][1]
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Wichtige Fakten
Auch innerhalb einer Art sehen nicht alle Schädel gleich aus. Eine Studie von 1958 unterschied mehrere männliche Schädel von einem hornlosen weiblichen Schädel. Unterschiede zwischen Exemplaren zu betrachten kommt vor der Rekonstruktion.[1]
Zeit und Ort
Spätere Vergleichsstudien verbinden Schädelfossilien dieser Art mit dem frühpleistozänen Pinjor-Horizont. Der in der Forschung genannte Fundort liegt in der Siwalik-Region des heutigen Pakistan. Das Alter bestimmter Fossilien erschließt den Lebensrahmen früher Rinderartiger.[3]
Der Zeitraum beschreibt den Quellenkontext, nicht die gesamte Existenzdauer dieser Art.
Größe, Gestalt und Skelett
Auf dem Schädel bleiben nach außen spreizende Hornbasen erhalten. Bei manchen Exemplaren fehlen die oberen Hornteile oder wurden rekonstruiert. Die Unterscheidung zwischen erhaltenen Basen und ergänzten Oberteilen macht den direkt fossil überlieferten Umriss klarer.[1]
Beim Exemplar PUA/SK-07/63 von Leptobos falconeri aus den indischen Siwaliks ist der zweite obere Molar 30,4 mm lang und 23,2 mm breit. Ein einzelner Backenzahn von über 3 cm Länge zeigt, wie groß das Kauwerkzeug dieses Tieres war.[4]
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Lebensraum und Fortpflanzung
Die Zugehörigkeit zu den Rinderartigen ist ein Ausgangspunkt für Fragen nach seiner Lebensweise. Schädel und Hörner verraten jedoch nicht alles über die Bewegung von Beinen und Hufen. Welche Lebensgeschichte könnte sichtbar werden, wenn weitere Körperknochen die Kopfhinweise ergänzen?[1]
Fossilfund
Museumsschädel boten Gelegenheit, den Namen einer alten Art erneut zu prüfen. Hooijer verglich das in London aufbewahrte Typusexemplar mit mehreren Schädeln. Der Name eines Exemplars wurde im Rahmen der Unterschiede zwischen mehreren Funden überprüft.[1]
Quellen
- Hooijer (1958) — Schädelvergleich von Leptobos falconeri
- Croitor (2013) — Morphologie und taxonomische Probleme der Leptobos-Gruppe
- Cherin et al. (2019) — Fossile Rinder aus Umbrien, Italien, und Neubewertung von Leptobos
- Kumar & Gaur (2015), Leptobos (Bovidae, Artiodactyla) from the Tatrot Formation of the Upper Siwaliks of the Indian Subcontinent
- Taxonomische Studie von Wiederkäuern aus dem Oligozän bis frühen Miozän Westeuropas
- Studie von 2014 — Neubewertung von Skeletten und Systematik der Gelociden
Forschungsfragen
Welche Schädel sollten zu derselben Gattung zusammengefasst werden? Studien zu Leptobos-Verwandten enthalten verschiedene Klassifikationsvorschläge zur Interpretation von Hörnern und Schädeln. Beziehungen zwischen ähnlich wirkenden frühen Rinderartigen werfen je nach verglichenen Merkmalen neue Fragen auf.[2]
Beobachtung
Suchen Sie die Ansätze der seitlich spreizenden Hörner. Unterscheiden Sie anschließend erhaltenen Umriss und rekonstruierte Ergänzungen. In einer vollständig wirkenden Gestalt lassen sich so unterschiedliche Ebenen von Hinweisen lesen.[1]
Verwandte Organismen
Unterschiedliche Körper der Wiederkäuer
Betrachten Sie Körper und Lebenshintergründe von Leptobos falconeri und Gelocus communis gemeinsam. Leptobos falconeri: Leptobos falconeri ist ein früher Vertreter der Rinderartigen, der durch Fossilien aus den Siwaliks bekannt ist. Forschende stellten ihn als großes Rind mit schlankem, leicht wirkendem Körper vor. Gelocus communis: Gelocus communis ist ein ausgestorbener Wiederkäuer des Oligozäns. Er erscheint in Studien zum Vergleich von Kopf- und Gliedmaßenmerkmalen und ist die Typusart der Gattung Gelocus.