Lestodon armatus

Lestodon armatus

Lebewesen · Plazentatiere

Lestodon armatus

Altersbereich der Fossilbelege · ≈ 2,58–0 Ma

Erschlossene Lebendrekonstruktion

Lestodon armatus

Überblick

Lestodon armatus ist ein großes südamerikanisches Bodenfaultier. Große eckzahnähnliche Zähne und lange Zahnlücken werden als Merkmale untersucht. Kopf, Gliedmaßen und chemische Signale in den Knochen geben Aufschluss über Körper und Nahrung dieses früheren Bodenfaultiers.[3][4]

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Wichtige Fakten

In Südamerika gesammelte Fossilien sind als Forschungsmaterial in europäischen Museen erhalten. Eine Studie von 2023 unterschied in der Roth-Sammlung in Zürich in der Schweiz einen fast vollständigen Schädel von Lestodon und separate Kiefer, Rippen, Zähne und weitere Reste. Die erneute Untersuchung alter Sammlungen erschließt den Körper des Bodenfaultiers.[4]

Zeit und Ort

Es war ein Tier des pleistozänen Südamerikas. Untersucht wurden spätpleistozäne Proben aus Uruguay und Fossilien aus Südbrasilien und der argentinischen Pampa. Das Pleistozän reicht ungefähr von vor 2,6 Millionen bis vor 12.000 Jahren.[1][2][4][5]

Der Zeitraum beschreibt den Quellenkontext, nicht die gesamte Existenzdauer dieser Art.

Größe, Gestalt und Skelett

Auffällig sind große eckzahnähnliche Zähne und lange Zahnlücken. Für UFSM 11535 aus Südbrasilien wurden Schädelfragmente, Wirbel sowie zusammenhängende Hinterbeine und Füße beschrieben. Verschiedene Körperteile erschließen Merkmale von Kopf und Körper.[3][2]

Für Lestodon armatus werden erwachsene Individuen mit einem Gewicht von etwa 3,4–4,1 Tonnen angenommen. Eine Studie von 2020 nannte diese Gewichtsspanne bei der Analyse einer Fossilschicht, in der mehrere Individuen dieses riesigen Bodenfaultiers gemeinsam erhalten sind.[6]

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Lebensraum und Fortpflanzung

Eine Studie von 2011 deutete die Signale geeigneter Proben aus Uruguay als Vorliebe für C3-Pflanzen in offenen Lebensräumen. Sie las Spuren unterschiedlicher Pflanzen aus dem Kollagen der Knochen. Die bei den Zähnen beginnende Frage nach der Nahrung führt so ins Knocheninnere.[1]

Fossilfund

Die bis zur Benennung von 1855 reichende Beschreibungsgeschichte behandelt große eckzahnähnliche Zähne und lange Zahnlücken. Später wurden Kopf- und Körperknochen von verschiedenen südamerikanischen Fundorten bekannt. Eine Studie von 2023 unterschied und ordnete das in Zürich aufbewahrte Material der Roth-Sammlung aus der Pampa.[3][2][4]

Quellen

  1. Czerwonogora, Fariña & Tonni (2011) — Nahrung und Isotope von Bodenfaultieren
  2. Studie von 2019 — Ein Skelett von Lestodon aus Südbrasilien
  3. Neubewertung der Namen und Artenzahl von Lestodon
  4. Studie von 2023 — Lestodon-Fossilien aus der Sammlung Roth
  5. Internationale Kommission für Stratigraphie (2024) — Geologische Zeittafel
  6. 2020 · Gregariousness in the giant sloth Lestodon
  7. Studie zu Catonyx tarijensis aus dem Pleistozän Uruguays

Forschungsfragen

Wie lassen sich Knochensignale lesen, die von früherer Nahrung erzählen? Die Forschenden wählten Proben mit gut erhaltenem Kollagen aus und verglichen sie. Die gemeinsame Untersuchung von Form und Chemie der Fossilien erweitert die Erforschung der Lebensweise von Bodenfaultieren.[1]

Beobachtung

Stellen Sie sich die großen Zähne vorn im Kopf und die dahinterliegenden Zahnlücken vor. Wandern Sie anschließend zu Rumpf und Gliedmaßen, um unterschiedliche Hinweise an Kopf und Körper zu entdecken.[3][2]

Verwandte Organismen

Catonyx tarijensisPlazentatiereAltersbereich der Fossilbelege · ≈ 5,33–0,0117 Ma

Unterschiedliche Körper unter den Bodenfaultieren

Betrachten Sie gemeinsam die Körper von Lestodon armatus und Catonyx tarijensis. Lestodon armatus: Lestodon armatus ist ein großes südamerikanisches Bodenfaultier. Catonyx tarijensis: Catonyx tarijensis ist ein durch Schädelmaterial aus Uruguay und Bolivien bekanntes Bodenfaultier.

Ergänzte Informationen

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