Orbulina universa

Orbulina universa

Lebewesen · Foraminifera

Orbulina universa

Altersbereich der Fossilbelege · ≈ 85,7–0 Ma

Erschlossene Lebendrekonstruktion

Orbulina universa

Überblick

Orbulina universa ist ein kleiner Einzeller, der im Meer schwebt. Das ausgewachsene Gehäuse wirkt wie eine durchlöcherte Kugel. In ihr verbergen sich kleinere Kammern aus der Jugend.[5][2]

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Wichtige Fakten

Das junge Gehäuse besteht aus mehreren aufeinanderfolgenden Kammern. Beim Wachsen bildet sich eine neue große Kugelkammer, die die früheren Kammern umschließt. Auch wenn sich die äußere Form ändert, bleiben im kleinen Körper Wachstumsspuren erhalten.[5][2]

Zeit und Ort

Die Überlieferung reicht vom mittleren Miozän vor ungefähr 15 Millionen Jahren bis heute. Gegenwärtig ist die Art von äquatornahen bis zu subpolaren Meeren weit verbreitet. Zwischen ausgestorbenen Tieren begegnet man hier einem Organismus, der noch heute im Meer lebt.[5][3]

Der Zeitraum beschreibt den Quellenkontext, nicht die gesamte Existenzdauer dieser Art.

Größe, Gestalt und Skelett

Die letzte Kammer, die die Außenhülle bildet, ist kugelförmig. Ihre Oberfläche trägt kleine Öffnungen verschiedener Größe. Stellt man sich die inneren Jugendkammern und die große äußere Kammer gemeinsam vor, wird ein besonderer Wachstumsbau sichtbar.[5]

Eine Studie von 2004 nennt für die letzte kugelförmige Kammer, die bei der Reifung entsteht, einen Durchmesser von etwa 400–1000 µm. Eine einzige runde Kammer umschließt dabei die spiraligen Jugendkammern.[6]

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Lebensraum und Fortpflanzung

Es handelt sich um eine planktische Foraminifere, die im Wasser schwebt. Sie wird auch in heutigen gemäßigten Meeren häufig untersucht. Kleine Gehäuse und weite Meeresverbreitung liefern gemeinsam Vergleichsmaterial für vergangene Ozeane.[5]

Fossilfund

Lebende Exemplare und Fossilien aus Meeressedimenten wurden gemeinsam untersucht. Ein Bestimmungsführer von 1989 erläuterte, wie die reife Kugelkammer die vorherigen Kammern umschließt. Auch neuere taxonomische Untersuchungen vergleichen diesen Wachstumstyp und die Oberflächenstruktur.[2][1][5]

Quellen

  1. Symphonia & Senthil2019 — Systematik rezenter Foraminiferen des Golfs von Bengalen
  2. GNS Science1989 — Leitfaden zur Systematik der Foraminiferen
  3. Mikrotax — Zeitliche Verbreitung von Orbulina
  4. Symphonia & Senthil2019 — Systematik rezenter Foraminiferen des Golfs von Bengalen
  5. Mikrotax — Orbulina universa
  6. Untersuchung täglicher Mg/Ca-Schwankungen in der Schale von Orbulina universa

Forschungsfragen

Warum bilden manche Foraminiferen zuletzt eine Kugelkammer? Der Vergleich mit Arten wie Globigerina, deren spiralige Kammern sichtbar bleiben, zeigt unterschiedliche Wachstumsweisen. Hinter einem einfachen Äußeren verbirgt sich ein komplexer Wachstumsprozess.[5][2]

Beobachtung

Betrachten Sie die großen und kleinen Poren der Kugeloberfläche. Denken Sie daran, dass innen die kleinen Jugendkammern erhalten sind: So lassen sich Außen- und Innenseite gemeinsam erkunden.[5]

Verwandte Organismen

Globigerina bulloidesForaminiferaAltersbereich der Fossilbelege · ≈ 85,7–0 Ma

Unterschiedliches Gehäusewachstum

Orbulina umschließt ihre Jugendkammern zuletzt mit einer runden Kammer. Bei Globigerina bleiben die spiralig aufeinanderfolgenden runden Kammern außen sichtbar. So lassen sich verschiedene Arten des Körperaufbaus bei im Meer schwebenden Foraminiferen vergleichen.

Ergänzte Informationen

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