Pelagornis sandersi

Pelagornis sandersi

Lebewesen · Vögel und frühe Avialen

Pelagornis sandersi

Quellenzeitraum (keine Art-Lebensdauer) · ≈ 33,9–23 Ma

Erschlossene Lebendrekonstruktion

Pelagornis sandersi

Überblick

Pelagornis sandersi ist ein ausgestorbener Seevogel mit langem Schnabel und riesigen Flügeln. Spitze Vorsprünge an den Kieferrändern und verkürzte Hintergliedmaßen kennzeichnen ihn. 2014 schätzte ein Forscher seine Spannweite auf etwa 6–7 m und untersuchte den Flug dieses großen Vogels anhand von Modellen.[1]

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Wichtige Fakten

Was am Schnabel wie Zähne aussieht, sind mit dem Kieferknochen verbundene Fortsätze. Weil sie sich von echten Zähnen unterscheiden, werden sie Pseudozähne genannt. Der Schädel bewahrt sogar die Anordnung kleiner Vorsprünge zwischen größeren.[1]

Zeit und Ort

Das Typusexemplar wurde in der Chandler Bridge Formation nahe dem Flughafen Charleston im heutigen South Carolina in den USA gesammelt. Die Veröffentlichung von 2014 beschrieb diese Schichten als spätoligozän mit einem Alter von etwa 28–25 Millionen Jahren. Schichten nahe einem Flughafen erschlossen so einen lange vergangenen Seevogel.[1]

Der Zeitraum beschreibt den Quellenkontext, nicht die gesamte Existenzdauer dieser Art.

Größe, Gestalt und Skelett

ChM PV4768 bewahrt Kopf und Unterkiefer sowie mehrere Knochen von Schulter, Vorder- und Hintergliedmaßen. Die Schädellänge wurde mit etwa 56,9 cm angegeben. Die Spannweite von etwa 6–7 m wurde aus erhaltenen Knochen unter Einbeziehung der Proportionen verwandter Vögel und geschätzter Federlängen rekonstruiert.[1]

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Lebensraum und Fortpflanzung

Der Forscher verglich 24 Modelle mit unterschiedlicher Körpermasse, Spannweite und Flügelform. Auf Grundlage der Ergebnisse schlug er vor, dass dieser Seevogel effizient über lange Strecken gleiten konnte. Berechnungen untersuchten, welche Bedeutung lange Flügel im Leben des Tieres hatten.[1]

Fossilfund

Der Artname sandersi ehrt Albert Sanders vom Charleston Museum, der das Typusexemplar sammelte. Die Untersuchung von 2014 behandelte Kopf und Gliedmaßen dieses Exemplars zusammen mit Flugmodellen. Der Name des Sammlers und der fossile Körper gingen gemeinsam in die Geschichte einer neuen Art ein.[1]

Quellen

  1. Ksepka (2014) · Flight performance of the largest volant bird
  2. Ksepka (2014) — Flügel und Flugmodelle von Pelagornis
  3. Kellogg (1923) — Ein früher Zahnwal aus South Carolina
  4. Studie von 2023 — Neubewertung des Schädels von Xenorophus
  5. Internationale Kommission für Stratigraphie (2024) — Geologische Zeittafel

Forschungsfragen

Wie viel Flügelschlag war mit so langen Flügeln möglich? Die Modelle von 2014 zeigten effizienten Gleitflug, doch die Möglichkeit anhaltenden Schlagflugs hing von den Annahmen zu Körpermasse und Spannweite ab. Interessant ist, wie der Flug desselben Vogels unter mehreren Bedingungen verglichen wird.[1]

Beobachtung

Betrachten Sie die großen und kleinen Vorsprünge am langen Schnabel und lassen Sie den Blick dann zu den Flügelspitzen wandern. Stellen Sie sich die sehr langen Flügel neben den kleinen Hintergliedmaßen vor, um zu verstehen, weshalb dieser Vogel in der Flugforschung Aufmerksamkeit fand.[1]

Verwandte Organismen

Xenorophus sloaniiPlazentatiereQuellenzeitraum (keine Art-Lebensdauer) · ≈ 33,9–23 Ma

Seevögel und Wale im oligozänen South Carolina

Pelagornis und Xenorophus sind aus oligozänem Material des heutigen South Carolina in den USA bekannt. Betrachten Sie die Flügeluntersuchung des Seevogels und den Schädel des frühen Zahnwals jeweils für sich und erweitern Sie damit den Blick auf das alte Meer dieser Region.

Ergänzte Informationen

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