Pseudastacus pustulosus

Pseudastacus pustulosus

Lebewesen · Gliederfüßer

Pseudastacus pustulosus

Quellenzeitraum (keine Art-Lebensdauer) · ≈ 201–143 Ma

Erschlossene Lebendrekonstruktion

Pseudastacus pustulosus

Überblick

Pseudastacus pustulosus ist ein Krebstier aus Plattenkalken des späten Jura. Furchen des Kopf und Brust bedeckenden Panzers sowie das Schwanzende liefern Forschungsansätze. Die krebsartige Gestalt erschließt ein Krebstier der jurassischen Plattenkalke.[1][2]

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Wichtige Fakten

Panzerfurchen sind nicht bloß Verzierungen. Bei dieser Art wurden eine breite, leicht S-förmig geschwungene Hauptfurche und schwache Seitenfurchen beschrieben. Solche kleinen Unterschiede in dünnem Gestein helfen beim Vergleich ähnlicher Krebstiere.[1]

Zeit und Ort

Die Art ist aus Schichten des späten Jura vor ungefähr 150 Millionen Jahren bekannt. Wichtige Exemplare stammen aus den Plattenkalken von Eichstätt und Solnhofen im heutigen Bayern, Deutschland. Die Region ist auch für Flugsaurier und zahlreiche andere Fossilien bekannt.[1]

Der Zeitraum beschreibt den Quellenkontext, nicht die gesamte Existenzdauer dieser Art.

Größe, Gestalt und Skelett

Hinter dem Kopf und Brust bedeckenden Panzer folgen Hinterleib und Schwanz. Am Panzer liegt eine breite Hauptfurche; das mittlere Schwanzende wurde als feste, ungeteilte Struktur beschrieben. Große Scheren und hinterer Schwanzfächer fallen in historischen Ganzkörpervergleichen auf.[1][2]

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Lebensraum und Fortpflanzung

Könnten unterschiedlich benannte Krebstiere tatsächlich Männchen und Weibchen derselben Art sein? Garassino und Schweigert deuteten Pseudastacus muensteri in einer Tagungszusammenfassung aus Eichstätt von 2005 als Weibchen von pustulosus. Namens- und Formunterschiede wurden als Geschlechterfrage neu betrachtet.[1][2][3]

Fossilfund

Albrecht verglich 1983 mehrere in München aufbewahrte Exemplare. Darunter ist AS I 669, das Oppel 1861 behandelt hatte. Ein freiliegendes Mandibelgelenk wurde so gedeutet, dass es bei der Einbettung zusammengedrückt wurde und den Panzer durchbrach; damit erzählt es auch vom Fossilisationsprozess.[1]

Quellen

  1. Albrecht (1983) — Die Protastacidae n. fam., fossile Vorfahren der Flusskrebse?
  2. Huxley1896 — Vergleich von Flusskrebsen und fossilen Krebstieren
  3. Garassino·Schweigert — Tagung Eichstätt 2005: Neubewertung der Solnhofener Zehnfußkrebse
  4. Natural History Museum — Flugsaurier und Rhamphorhynchus

Forschungsfragen

Sind Linien am Panzer ursprüngliche Körperstrukturen oder Veränderungen durch die Einbettung? Forschende vergleichen Furchen, Gelenke und Überlagerungen der Hülle. Die erneute Untersuchung desselben Exemplars verbindet Klassifikation und Erhaltungsprozesse.[1]

Beobachtung

Lassen Sie Ihren Blick von den großen Scheren zum Kopfbrustpanzer und dann zu Hinterleib und Schwanzfächer wandern. Denken Sie an die geschwungenen Panzerfurchen, um der Unterscheidung von Tieren anhand kleiner Merkmale näherzukommen.[1][2]

Verwandte Organismen

Rhamphorhynchus muensteriArchosaurierQuellenzeitraum (keine Art-Lebensdauer) · ≈ 201–143 Ma

Unterschiedliche Fossilien aus Solnhofen

Pseudastacus und Rhamphorhynchus sind jurassische Fossilien aus der heutigen Region Solnhofen in Deutschland. Betrachten Sie Krebstier und Flugsaurier gemeinsam, um die an diesem Fundort bewahrte Vielfalt kennenzulernen.

Ergänzte Informationen

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