
Lebewesen · Weichtiere
Radiolites sauvagesi
Quellenzeitraum (keine Art-Lebensdauer) · ≈ 143–66 Ma
Erschlossene Lebendrekonstruktion
Radiolites sauvagesi
Überblick
Stellen Sie sich eine Muschel mit säulenartiger Schale vor. Radiolites sauvagesi ist eine kreidezeitliche Muschel, für die eine zylindrische Schale mit rundem Querschnitt beschrieben wird. Sie führt über das vertraute Bild zweier flacher Schalenhälften hinaus und zeigt vielfältige Körperformen.[2]
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Wichtige Fakten
Eine Museumsnummer kann den Weg zu alten Veröffentlichungen weisen. J09093 im Muséum national d’Histoire naturelle in Paris ist als vollständiges und in der Literatur abgebildetes Exemplar registriert. Der Katalog verweist auch auf Toucas’ Studie von 1908 und die betreffende Abbildung.[1]
Zeit und Ort
Das Museumsexemplar J09093 stammt aus dem Coniacium der späten Kreide von Gatigues im heutigen französischen Département Gard. Die Kreide reicht ungefähr von 140 bis 66 Millionen Jahren vor heute. Zeit und Ort dieses Exemplars helfen, sich die Schichten vorzustellen, in denen die säulenförmige Muschel erhalten blieb.[1][3]
Der Zeitraum beschreibt den Quellenkontext, nicht die gesamte Existenzdauer dieser Art.
Größe, Gestalt und Skelett
Auffällige Merkmale der Artbeschreibung sind der lang aufgerichtete zylindrische Umriss und der runde Querschnitt. Höhenrichtung und horizontaler Querschnitt eröffnen unterschiedliche Ansichten derselben Schale.[2]
Radiolites sauvagesi ist eine ungewöhnliche Muschel aus den Meeren der Kreidezeit. An Fossilien vom Djebel Metrassi im heutigen Algerien wird die zylindrische Schale mit 5 cm Höhe und 3,5 cm Durchmesser beschrieben. Anders als die häufig vorgestellte flache Muschel ragt ihre auffällige Schale wie ein kleines Gefäß auf.[4]
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Lebensraum und Fortpflanzung
Diese Muschel besaß einen weichen Körper innerhalb einer aus zwei Klappen bestehenden Schale. Die säulenförmig entwickelte Schale zeigt die Vielfalt des Muschelkörpers. Durch den Vergleich der Klappenhöhe und ihrer Kontaktstellen lässt sich betrachten, wie der Körper im Inneren lag.[2]
Fossilfund
Ein 1908 abgebildetes Exemplar ist mit dem heutigen Museumskatalog verknüpft. Durch den Abgleich alter Abbildungsnummern und Inventarnummern lässt sich ein bestimmtes Fossil wiederfinden, das allein über seinen Namen schwer zu verfolgen wäre. Alte Beschreibung und heutiges Sammlungsstück setzen dieselbe Forschungsgeschichte fort.[1]
Quellen
- Nationales Naturhistorisches Museum Paris — Radiolites-Exemplar J09093
- Studie von 2018 — Die Schale von Radiolites sauvagesi
- Internationale Kommission für Stratigraphie (2024) — Geologische Zeittafel
- Aouissi·Salmi-Laouar·Ferré (2018) — Kreidezeitliche Wirbellose aus Djebel Metrassi, Algerien
- Weller — Beschreibung der beiden Klappen von Ostrea congesta
- Cretaceous Atlas of Ancient Life — Ostrea congesta
Forschungsfragen
Was bedeutet ein runder Querschnitt am tatsächlichen Umriss? Denken Sie getrennt an die Säulenform von der Seite und an einen von oben betrachteten Schnitt. Kurze morphologische Begriffe zur Fossilbeschreibung können einen räumlichen Körper verständlich machen.[2]
Beobachtung
Betrachten Sie zuerst die Richtung, in der die Schale lang ausgezogen ist, und dann die niedrige, oben abschließende Klappe. Ein Vergleich mit dem Umriss vertrauter flacher Muscheln zeigt den ungewöhnlichen Aufbau von Radiolites.[2]
Verwandte Organismen
Unterschiedliche Körper der Muscheln
Betrachten Sie Körper und Lebenshintergründe von Radiolites sauvagesi und Ostrea congesta gemeinsam. Radiolites sauvagesi: Stellen Sie sich eine Muschel mit säulenartiger Schale vor. Radiolites sauvagesi ist eine kreidezeitliche Muschel, für die eine zylindrische Schale mit rundem Querschnitt beschrieben wird. Sie führt über das vertraute Bild zweier flacher Schalenhälften hinaus und zeigt vielfältige Körperformen. Ostrea congesta: Ostrea congesta ist eine kreidezeitliche Auster mit breiter Anheftungsfläche. Der Rand der unteren Schale biegt steil nach oben, und die obere Klappe bedeckt sie entlang dieses Umrisses.