Titanoboa cerrejonensis

Titanoboa cerrejonensis

Lebewesen · Echsen und Schlangen

Titanoboa cerrejonensis

Quellenzeitraum (keine Art-Lebensdauer) · ≈ 62–56 Ma

Erschlossene Lebendrekonstruktion

Titanoboa cerrejonensis

Überblick

Titanoboa cerrejonensis ist eine Schlange, deren Wirbel allein schon eine gewaltige Körpergröße erahnen lassen. Sie ist aus Fossilien der tropischen Regionen Südamerikas im Paläozän bekannt. Auch nach dem Aussterben der Dinosaurier lebten auf der Erde ganz andere riesige Tiere.[1][2]

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Wichtige Fakten

Die Größe einer Riesenschlange lässt sich nicht nur dann erkennen, wenn der ganze Körper in einer Reihe erhalten ist. Forschende verglichen die Wirbel mit denen heutiger Boaverwandter. Ein kleiner Knochen kann zum Schlüssel für die Proportionen eines langen Körpers werden.[1][2]

Zeit und Ort

Sie lebte vor etwa 60–58 Millionen Jahren im Paläozän des tropischen Südamerikas. Die Fossilien stammen aus dem heutigen Kohlebergwerk Cerrejón im Norden Kolumbiens. Alte tropische Umweltbedingungen, überliefert in Kohle und Pflanzenfossilien, bilden den Hintergrund der Riesenschlange.[1][2]

Der Zeitraum beschreibt den Quellenkontext, nicht die gesamte Existenzdauer dieser Art.

Größe, Gestalt und Skelett

Die Studie von 2009 schätzte durch den Vergleich großer Wirbel ein Individuum auf etwa 13 m Körperlänge und etwa 1,1 t Gewicht. Die Werte wurden mit einem Modell der Gesamtproportionen einer langen Schlange berechnet. Legt man die Wirbel neben Knochen einer heutigen Anakonda, wird der Größenunterschied anschaulicher.[1][2]

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Lebensraum und Fortpflanzung

Die riesige Schlange und die Süßwasserschildkröten von Cerrejón zeigen ein altes tropisches Gewässerökosystem. Das Forschungsteam verband diese Fossilien mit der langen Geschichte der heutigen tropischen Umwelt Südamerikas. Denken Sie an warme Wälder und Gewässerufer, um die Welt der Schlange zu erkunden.[2]

Fossilfund

Die Fossilien aus dem kolumbianischen Kohlebergwerk wurden von einem internationalen Forschungsteam verglichen und 2009 unter dem Namen Titanoboa veröffentlicht. Ins Labor gebrachte Wirbel erwiesen sich als Überreste einer riesigen Schlange und erregten Aufmerksamkeit. Auch der Fundortname lebt im Artnamen cerrejonensis fort.[1][2]

Quellen

  1. Giant boid snake from the Palaeocene neotropics reveals hotter past equatorial temperatures.
  2. Florida Museum — At 45 feet long, Titanoboa snake
  3. New pelomedusoid turtles from the late Palaeocene Cerrejón Formation of Colombia and their implications for phylogeny and body size evolution.
  4. Giant boid snake from the Palaeocene neotropics reveals hotter past equatorial temperatures.
  5. UF researchers name new extinct giant turtle found near world’s largest snake

Forschungsfragen

Was kann die Größe einer solchen Schlange über das frühere Klima verraten? Die Studie von 2009 schlug anhand von Vergleichen mit lebenden Schlangen eine wärmere äquatoriale Umwelt vor. Wie sich Körpergröße und Temperatur miteinander vergleichen lassen, bleibt eine interessante Frage.[1]

Beobachtung

Betrachten Sie die Dicke des langen Körpers und die Art, wie die Wirbel aufeinanderfolgen, gemeinsam.[1]

Verwandte Organismen

Carbonemys cofriniiSchildkrötenlinieQuellenzeitraum (keine Art-Lebensdauer) · ≈ 62–56 Ma

Nachbarn an den Gewässern von Cerrejón im Paläozän

Aus Cerrejón sind Fossilien von Carbonemys und der Riesenschlange Titanoboa gemeinsam bekannt. Wer Schildkröten, Schlangen und Pflanzen miteinander verbindet, kann die warme Gewässerlandschaft Südamerikas umfassender betrachten.

Ergänzte Informationen

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