
Lebewesen · Quastenflosser
Undina penicillata
Altersbereich der Fossilbelege · ≈ 152–149 Ma
Erschlossene Lebendrekonstruktion
Undina penicillata
Überblick
Undina penicillata ist ein Quastenflosser des späten Juras. Ein Fossil bewahrt die zusammenhängende Gestalt vom Kopf über den beschuppten Rumpf bis zu Flossen und Schwanz. Entlang des großen Umrisses lässt sich der Bau eines früheren Fisches erkunden.[1]
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Wichtige Fakten
Auch der zusätzliche Lappen an der Schwanzspitze ist ein geeignetes Vergleichsmerkmal. Die Arbeit beschreibt den Zusatzlappen von Undina als lang, jedoch weniger ausgeprägt als den von Libys. Selbst innerhalb der Quastenflosser verändert der Vorsprung am Schwanzende die Silhouette.[1]
Zeit und Ort
Die Bildunterschrift einer Arbeit von 2022 stellt dieses Exemplar als spätjurassisches Material aus dem heutigen Deutschland vor. Es trägt die Nummer BSM 1870 XIV 22. Diese Zeit- und Ortsangaben bilden den Hintergrund für die Betrachtung von Undina.[1]
Der Zeitraum beschreibt den Quellenkontext, nicht die gesamte Existenzdauer dieser Art.
Größe, Gestalt und Skelett
Der Rumpf ist mit Schuppen bedeckt und verjüngt sich nach hinten zum Schwanzstiel. Rücken- und Bauchseite zeigen fächerartig ausgebreitete Flossenstrahlen, und in der Schwanzmitte ragt ein Zusatzlappen etwas über den äußeren Umriss hinaus. Der Übergang vom Rumpf zum Schwanz ist ein wichtiger Beobachtungspunkt.[1]
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Lebensraum und Fortpflanzung
Schuppen und Flossenstrahlen liefern im Fossil Hinweise auf die äußere Fischgestalt. Die zusammenhängend erhaltenen Strukturen dieses Exemplars lassen erkennen, wo Flossen lagen und wie sie sich bis zum Schwanz anschlossen. Der überlieferte Umriss ist ein Ausgangspunkt für das Verständnis des im Wasser ausgebreiteten Körpers.[1]
Fossilfund
Ferrante, Menkveld-Gfeller und Cavin stellten dieses Exemplar 2022 beim Vergleich jurassischer Quastenflosser vor. Eine Gesamtaufnahme und die Rumpfschuppen desselben Exemplars wurden jeweils als Vergleichsmaterial abgebildet. Großer Umriss und kleine Schuppen eines Exemplars eröffneten unterschiedliche Beobachtungsfenster.[1]
Quellen
- Ferrante et al. (2022) — Vergleich von Umrissen und Schuppen jurassischer Quastenflosser
- Ferrante et al. (2022) — Vergleich von Umrissen und Schuppen jurassischer Quastenflosser
- Ebert (2026) — Neubewertung von Mesturus und verwandten Fischen
- Studie von 2020 — Vergleich pycnodonter Fische
- Internationale Kommission für Stratigraphie (2024) — Geologische Zeittafel
Forschungsfragen
Die Forschenden präsentierten den auf der Gesamtaufnahme sichtbaren Umriss zusammen mit Vergleichsmaterial der Rumpfschuppen. Der Wechsel zwischen großen Merkmalen wie dem Schwanzvorsprung und kleinen Strukturen wie Schuppen lässt den Weg nachvollziehen, Unterschiede zwischen ähnlichen Fischen zu erkennen.[1]
Beobachtung
Die Abbildung orientiert sich am seitlichen Umriss des Exemplars BSM 1870 XIV 22. Am Kopf wurden Details zugunsten des Umrisses zurückgenommen; zwischen Flossenstrahlen und in schmalen beschädigten Bereichen wurden erhaltene Strukturen verbindend ergänzt. Membranen, Farbe und Körperdicke sind begrenzte Deutungen, die den beobachteten Umriss leichter lesbar machen sollen.[1]
Verwandte Organismen
Zwei Fische aus spätjurassischen Schichten des heutigen Deutschlands
Undina penicillata und Mesturus verrucosus begegnen uns anhand spätjurassischen Materials aus dem heutigen Deutschland. Vergleichen Sie den weiter vorspringenden mittleren Schwanzbereich von Undina mit dem runden Schwanz von Mesturus und den Schuppen beider Körper. Unterschiedliche Fischumrisse verbinden so die spätjurassischen Aufzeichnungen dieser Region.