
Lebewesen · Plazentatiere
Domnina gradata
Quellenzeitraum (keine Art-Lebensdauer) · ≈ 33,9–23 Ma
Erschlossene Lebendrekonstruktion
Domnina gradata
Überblick
Domnina gradata ist ein kleines Säugetier des frühen Oligozäns. Schädel, Unterkiefer und eine zugehörige Vordergliedmaße sind gemeinsam bekannt. Dieses interessante Fossil verbindet die Betrachtung von Kopf und Körper eines kleinen Tieres.[1]
Illustration wird geladen…
Wichtige Fakten
Wie griff der Unterkiefer in den Schädel ein? Für Domnina wird ein doppeltes Kiefergelenk beschrieben. Auch kleine, äußerlich kaum sichtbare Gelenke sind wichtige Merkmale zur Erforschung des Körpers und der Verwandtschaft von Säugetieren.[1]
Zeit und Ort
Dieses Säugetier lebte im frühen Oligozän, ungefähr vor 33 Millionen Jahren. Ein wichtiges Exemplar stammt aus der Brule-Formation nahe Douglas im Converse County des heutigen US-Bundesstaates Wyoming. Es zeigt einen kleinen Körper aus einer Zeit, in der viele Säugetiere gediehen.[1]
Der Zeitraum beschreibt den Quellenkontext, nicht die gesamte Existenzdauer dieser Art.
Größe, Gestalt und Skelett
Am Exemplar UW57130 gehören Schädel, Unterkiefer und linke Vordergliedmaße zusammen. Auch das Ende des rechten Oberarmknochens ist erhalten. Unvollständiger Jochbogen, Kiefergelenk und Armknochen lassen sich gemeinsam vergleichen.[1]
Das geschätzte Körpergewicht beträgt etwa 37 g. Diese aus Fossilien abgeleitete Schätzung vermittelt die Statur eines kleinen Säugetiers, das nur einige Dutzend Gramm wog.[5]
Illustration wird geladen…
Lebensraum und Fortpflanzung
Die mit dem Kopf verbundene Vordergliedmaße dient der Erforschung der Lebensweise dieses kleinen Säugetiers. Zahl und Größe der unteren Prämolaren wurden mit anderen Domnina-Arten verglichen. Kiefer und Arm gemeinsam erschließen Strukturen der Nahrungsverarbeitung und der Bewegung.[1]
Fossilfund
Die Forschenden beschrieben Kopf, Kiefer und zugehörige Vordergliedmaße von UW57130 gemeinsam. Der Vergleich der Zähne mit anderen Domnina-Arten diente der Zuordnung des Tieres. Wenn Kopf und Körper im Zusammenhang erhalten bleiben, lassen sich mehr Fragen untersuchen als bei isolierten Knochen.[1]
Quellen
- Ursprung der Spitzmäuse sowie Kopf und Vordergliedmaßen von Domnina
- Leidy — Beschreibung des Schädels und der Zähne von Agriochoerus
- Coombs1983 — Vergleich großer Pflanzenfresser mit Krallen
- Ursprung der Spitzmäuse sowie Kopf und Vordergliedmaßen von Domnina
- Smits (2017), Remodeling the Fossil Record: Analysis of Emergent Evolutionary and Ecological Patterns
Forschungsfragen
Welche Merkmale eines kleinen Schädels weisen auf nahe Verwandte hin? Kiefergelenk, Jochbogen und Zähne werden gemeinsam verglichen. Ein Exemplar mit zugehöriger Vordergliedmaße ermöglicht es, Veränderungen am Kopf und den Körperbau nebeneinander zu untersuchen.[1]
Beobachtung
Wenden Sie den Blick vom kleinen Kopf zum Unterkiefer, zur Schulter und zur Vordergliedmaße. Denken Sie daran, wie zusammengehörige Knochen helfen, den Körper eines Tieres zu verstehen.[1]
Verwandte Organismen
Früholigozäne Säugetiere der Brule-Formation
Agriochoerus und Domnina sind aus früholigozänem Material der Brule-Formation bekannt. Betrachten Sie anhand unterschiedlicher Exemplare aus den heutigen US-Bundesstaaten South Dakota und Wyoming einerseits Kopf und Zähne und andererseits den Bau der Vordergliedmaßen eines kleinen Säugetiers.