
Lebewesen · Gliederfüßer
Dusa monocera
Altersbereich der Fossilbelege · ≈ 152–149 Ma
Erschlossene Lebendrekonstruktion
Dusa monocera
Überblick
Dusa monocera begegnet uns als Fossil eines garnelenähnlichen Krebstiers. Ein nach vorn ragendes Rostrum und scherenbewehrte Beine fallen auf. Betrachten Sie die Gestalt dieser alten Garnele anhand ihres kleinen Panzers und ihrer Anhänge.[1][2]
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Wichtige Fakten
Auch eine abgestreifte Hülle kann zum Fossil werden. Das Staatliche Museum für Naturkunde Stuttgart stellt Material dieser Art aus Nusplingen als sehr zarte Häutungshülle vor. Eine zurückgelassene Hülle erinnert an das Leben von Krebstieren, die ihre Körperhülle wechseln.[2]
Zeit und Ort
Das im taxonomischen Werk abgebildete Exemplar BSPG AS I 966 ist ein Fossil des Tithoniums aus Deutschland. Das Tithonium liegt am Ende des späten Jura. Über das angegebene Alter und den Fundort lässt sich die frühere Lebenswelt dieses Tieres erkunden.[1]
Der Zeitraum beschreibt den Quellenkontext, nicht die gesamte Existenzdauer dieser Art.
Größe, Gestalt und Skelett
Die Diagnose der Gattung Dusa beschreibt ein Rostrum, das über die Augen hinausragt, aber nicht über den Schaft der kurzen Antennen. Die vorderen drei Scherenbeinpaare werden nach hinten länger und kräftiger; das dritte wird als das längste genannt.[1]
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Lebensraum und Fortpflanzung
Die Nusplinger Schichten, in denen die Häutungshülle dieser Art gefunden wurde, entstanden in einer tiefen, von Inseln umgebenen Lagune. Forschende betrachten die dort erhaltenen Tier- und Pflanzenfossilien gemeinsam, um Meereslandschaft und Nahrungsnetz des späten Jura zu untersuchen. Der Fund einer Hülle führt so zu einer umfassenderen Meeresgeschichte.[2][3]
Fossilfund
Der Name dieser Art geht auf Münsters Beschreibung von 1839 zurück. Die Erforschung des alten Namens setzt sich fort: Das Museum stellt eine 2007 in Nusplingen gefundene Häutungshülle vor. Alte taxonomische Aufzeichnungen und neue Entdeckungen sammeln sich gemeinsam an.[1][2]
Quellen
- Treatise Online 174 — Diagnose der Gattung Dusa und Exemplare von Dusa monocera
- Staatliches Museum für Naturkunde Stuttgart — Dusa-Häutungsrest aus Nusplingen
- Schweigert·Roth (2021) — Die jurassische Lagune und Fossilüberlieferung von Nusplingen
- Nationales Naturhistorisches Museum Paris — Alter und Fundort des Exemplars A33518 aus Eichstätt
Forschungsfragen
Welche Merkmale teilen Krebstiere derselben Gattung Dusa? Das taxonomische Werk erläutert, dass die Panzerform von viereckig bis länglich variieren kann. Wer Rostrum, Panzer und Scherenbeine gemeinsam vergleicht, findet Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen ähnlichen Fossilien.[1]
Beobachtung
Folgen Sie vom Rostrum vor dem Kopf der Kontur über Panzer und Hinterleib. Betrachten Sie anschließend die Scheren an den vorderen Beinen. Unterschiede in Länge und Dicke der Scherenbeine machen den Körperbau deutlicher.[1]
Verwandte Organismen
Krebstiere aus Deutschland am Ende des Jura
Das deutsche Exemplar BSPG AS I 966 von Dusa monocera und das Exemplar A33518 von Cycleryon aus Eichstätt werden beide dem Tithonium zugeordnet. So lassen sich Krebstiere vom Ende des Jura aus dem Gebiet des heutigen Deutschlands nebeneinander betrachten.