
Lebewesen · Weichtiere
Venericardia imbricata
Quellenzeitraum (keine Art-Lebensdauer) · ≈ 56–33,9 Ma
Erschlossene Lebendrekonstruktion
Venericardia imbricata
Überblick
Venericardia imbricata ist eine eozäne Muschel mit rundlicher Schale und schuppenartig verzierten Rippen. Sie gehört zu den Weichtieren mit zwei Schalenklappen. Die aus der Nähe sichtbare Oberflächenverzierung erzählt mehr als der runde Umriss allein.[1][2]
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Wichtige Fakten
Die Rippen auf der Schale sind keine einfachen Linien. Dicht stehende radiale Rippen tragen schuppenartige Verzierungen. Schon der Vergleich, ob ihre Oberseiten flach oder etwas gewölbt sind, hilft, Unterschiede zwischen ähnlich wirkenden Muscheln zu finden.[1]
Zeit und Ort
Die Art ist durch Material aus dem Lutetium des mittleren Eozäns vor ungefähr 48–41 Millionen Jahren bekannt. Exemplare aus dem heutigen Pariser Becken in Frankreich wurden zum Vergleich herangezogen. Alte europäische Schalen dienten auch als Maßstab für die Erforschung weit entfernter neuseeländischer Muscheln.[1]
Der Zeitraum beschreibt den Quellenkontext, nicht die gesamte Existenzdauer dieser Art.
Größe, Gestalt und Skelett
Die Klappen sind überwiegend rund und tragen dicht stehende radiale Rippen. Ein kleiner Bereich nahe dem Schalenwirbel wird vom oberen Teil verdeckt. Äußere Verzierung und innere Strukturen, die beide Klappen verbinden, liefern unterschiedliche Vergleichsmerkmale.[1][2]
Eine Beschreibung der Gattung Venericardia anhand von Exemplaren ihrer Typusart imbricata aus dem Pariser Becken nennt eine Schalenhöhe von 25–40 mm. Die Breite ist etwas größer als die Höhe, und innen am Schalenrand folgen tiefe zahnartige Kerbungen aufeinander.[7]
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Lebensraum und Fortpflanzung
Erhaltene Schalen sind der erste Hinweis auf die Meere, in denen frühere Muscheln lebten. Gewölbter Körper, Schloss und Oberflächenrippen lassen sich mit anderen Muscheln vergleichen. Selbst Muscheln ähnlicher Lebensräume unterscheiden sich im Schalenbau.[2][1]
Fossilfund
Eine Arbeit von 1969 über frühere Weichtiere Neuseelands erläuterte die Merkmale dieser Art als Vergleichsmaßstab. Außen- und Innenseite der linken Klappe wurden getrennt vorgestellt. So begegnen sich Fossilien weit voneinander entfernter Regionen in einer Untersuchung.[1]
Quellen
- Maxwell1969 — Middle Tertiary Mollusca from North Otago and South Canterbury
- Treatise — Schalenmerkmale von Venericardia
- de Winter et al. (2020), “The Giant Marine Gastropod Campanile giganteum (Lamarck, 1804) as a High-Resolution Archive of Seasonality in the Eocene Greenhouse World.”
- VUB — Giant sea snail fossil reveals climate of French Champagne region
- Maxwell1969 — Middle Tertiary Mollusca from North Otago and South Canterbury
- Treatise — Schalenmerkmale von Venericardia
- Gardner & Bowles (1939), The Venericardia planicosta group in the Gulf province, USGS Professional Paper189-F
Forschungsfragen
Weisen äußere Verzierung und inneres Schloss auf dieselben Verwandtschaftsverhältnisse hin? Muschelforschung vergleicht beide Bereiche, um Unterschiede zwischen Gattungen und Arten zu untersuchen. Auch bei vertrauten Namen muss der tatsächliche Schalenbau erneut gelesen werden.[1][2]
Beobachtung
Betrachten Sie nach dem runden Umriss die schuppenartigen Rippen, die vom Wirbel zum Rand verlaufen. Denken Sie auch an die unterschiedlichen Hinweise von Außen- und Innenseite der Schale.[1]
Verwandte Organismen
Zwei Schalen aus dem eozänen Meer im heutigen Frankreich
Campanile und Venericardia begegnen uns anhand unterschiedlicher mitteleozäner Funde aus dem heutigen Frankreich. Vergleichen Sie ein turmartig gewundenes Schneckengehäuse mit zwei Muschelklappen voller schuppenartiger Rippen, um die Formenvielfalt früherer Meere zu erkunden.